Am Aschermittwoch..

…ist alles vorbei Hoffentlich nicht der Aufschwung beim Club

22.02.2012 08:36 | Altmeister

Liebe Freunde, da haben wir es den Kölnern aber gezeigt, wie Fasching geht. 2:1 gewonnen gegen eine Truppe, die anscheinend noch etwas müde war von Prunksitzungen und Büttenreden. Ausgeschlafener wirkten unsere Kämpfer. Kein Wunder. Kölle Alaaf schreit man erst seit dem 19. Jahrhundert. Der Nürnberger Fasching begründet sich aus dem Schembartlauf. Den gibt es offiziell seit 1449. Kein Wunder also, dass die Nürnberger da besser Bescheid wissen.

Bescheid wissen sie auch beim Club ein wenig mehr seit letztem Samstag. Zum Beispiel wie man eine Mannschaft aufstellt. In kleinen Schritten geht es vorwärts. Hatte man in Augsburg jenseits der Doppelsechs noch mit einer seltsamen Aufstellung begonnen, die zu einer schier unerträglichen Vorstellung führte, kam diesmal vorne wieder Esswein zum Zuge. Auch Frantz wurde ersetzt, eigenartigerweise zunächst wieder durch den Pirouettenkönig Hegeler.

Es war beileibe keine Glanzvorstellung, aber es war schon viel besser als letzte Woche. Esswein hatte einen Sahnetag erwischt, Balitsch machte den Eindruck, bei 100 Prozent Leistungsfähigkeit tatsächlich eine Verstärkung sein zu können.

Noch immer gab es Mängel im Spielaufbau. Trotzdem gab es mehr Zug zum Tor, endlich auch einmal Torschüsse. Umso mehr erstaunt einen, dass es bisher so schwer zu sein scheint, die optimale Grundformation von Anfang an aufzubieten. Seine beste Phase hatte der Club in den letzten zwanzig Minuten, als Didavi Hegeler ersetzte und man der von vielen Fans ersehnten Idealformation sehr nahe kam. Manche brauchen halt etwas länger, ab und zu auch Trainer.

Es gibt also Hoffnung für die Zukunft, man zeigt sich lernfähig. Deshalb seien noch einige Defizite angesprochen. Der Verzicht auf Eigler blieb bis zu seiner Einwechslung unbemerkt, da kann man im Notfall auch einen Jüngeren bringen. Hlousek bleibt als Linksverteidiger ein Sicherheitsrisiko, Plattenhardt ist nicht schlechter. Im Moment stellt sich die Frage, wozu er überhaupt gekauft wurde, denn wer sollte weiter vorne weichen? Chandler fühlt sich auf der rechten Verteidigerposition offenbar wohler, aber Feulner macht das 5 km/h langsamer ja auch recht ordentlich. Schätzungsweise wird einem erst in der nächsten Wechselperiode klar werden, was das soll, dass die beiden als Mittelfeldankurbler verpflichteten Spieler jetzt Außenverteidiger spielen, lässt einen aber schon nachdenklich werden. Apropos nachdenklich. Frantz bleibt ein Problemfall, seine Verletzungsanfälligkeit ist bei Bundesligabelastung einfach zu hoch, so leid es einem für den Jungen tut. Auch das ist ein Thema für das Saisonende.

Kämen wir zu Pekhardt und Esswein. Zu glauben, dass seit Samstag die Sturmmisere der Nürnberger beseitigt ist, ist Wunschdenken. An der Tatsache, dass wir über den drittschwächsten Angriff nach Augsburg und Kaiserslautern verfügen, auswärts mit sieben Treffern gar über den schlechtesten, hat sich nicht geändert. Auch daran, dass versäumt wurde in der Offensive nachzulegen. Gemeint sind auch nicht in erster Linie diese beiden, bei allen Schwächen, die sie den letzten Spielen beim Abschluss gezeigt haben, bis hin zum Lattenschuss in der Schlussphase am Samstag. Es geht noch viel mehr um die dahinter.
Deshalb musste die Idee 4-4-2 auch scheitern. Wir haben nicht die Spieler dafür. Das bleibt aber egal, denn wir kommen nun zu den Süßwaren, die am Faschingssamstag vom Wagen des Club-Elferrats flogen.

Unser Trumpf bleibt die Defensive. Die Stabilität sollte sich bei Rückkehr von Pinola noch erhöhen, Balitsch ist defensiv nicht besser als Cohen, wohl aber nach der Balleroberung, das macht das defensive Mittelfeld noch besser. Erfreulich überhaupt, dass man über den Abwehrverband kaum reden muss, abgesehen von dem Herzschlagmoment beim Ausrutscher Wollscheids, der einzige Moment, in dem Köln durch Jajalo eine Chance zum Sieg hatte.

Diese Tugend muss wohl reichen, um die noch erforderlichen Punkte zu sammeln. Dazu kommt, dass sich der Club diese Saison bisher nicht als Depp erwiesen hat (Ausnahme Pokal), sondern gegen die Abstiegkandidaten fleißig gepunktet hat, viel mehr war eigentlich nur gegen Augsburg drin, aber das wurde taktisch vergeigt. Die sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz sind eine ganze Menge, denn die da unten sind tatsächlich schwächer als wir. Das ist ausnahmsweise keine Binsenweisheit, sondern ein recht erstaunliches Phänomen, über diese Ansammlung von tatsächlich insgesamt elf recht mäßigen Teams in der Liga wird aber ein andermal zu diskutieren sein. Halt, am Samstagabend kam ein zwölftes dazu. Möge es noch oft so sein, liebe Bayern-Greinmeichala.

Schön wäre es nun, eine weitere Steigerung bei Leistung und Stabilität zu erleben. Dann sollte auch bei Bremen etwas drin sein, auch wenn die bisher zu Hause wenig anbrennen ließen. So ein Pünktchen wäre aber schon schön. Dann käme trotz Aschermittwoch diesmal vielleicht kein Kater, sondern eine kleine Fortsetzung der tollen Tage.

Das wünscht uns und unserem Club Euer Altmeister

Für das CEF Manfred Schmid

Deine Stimme zählt! Was ist Deine Meinung zu diesem Artikel? Mitdiskutieren kannst Du auf unserer Facebook Seite: http://www.facebook.com/Clubexpertenforum

 

*Für den Inhalt der Kommentare sind ausschließlich die “Kommentatoren” verantwortlich.

 

Partner

Audi Zentrum Nürnberg

Gong 97,1

CEF Medienpartner:

eGoZigs

Alternative zum Rauchen

eGoZigs

CEF Lounge

Den Club live erleben:

images/rechts_brownsugar.jpg